1.7.2016 Es geht los.
Eine unserer 2 Safranerien ist nun bepflanzt. Wir haben uns entschieden den überwiegenden Teil der Knollen maschinell und in Dammkultur anzubauen. Mit einem
einfachen Trick haben wir es geschafft, dass die meisten unserer Safran-Knollen mit dem Spross nach oben im Beet gelandet sind. Es gilt nun die Dämme frei
von Unkraut zu halten.
Die restlichen Knollen werden Ende Juli geliefert, sodass mit der Bepflanzung der weiteren Safranerien noch gewartet werden muss.
14.6.2016 Nachwuchs auf der Safranerie
Das Safrangras auf unseren Test-Safranerien hat sich fast vollständig zurückgebildet damit die neuen jungen Knollen Kraft bekommen
und wachsen. Teilweise sind bis zu 4 zusätzliche Tochterknollen entstanden. Seit Wochen haben wir überwiegend Regen auf der Alb. Die Nässe (Gefahr der Fäulnis) war aber
offensichtlich bisher nicht schädlich für die Knollen. Die Safranpflanze bildet keinen Samen. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass Safran einen
dreifachen Chromosomensatz hat, also triploid ist. Die Vermehrung erfolgt über die Bildung der Tochterknollen. Auf dem Bild sieht man was aus 5 Mutterknollen entstanden ist.
24.4.2016 Der Winter hat sich kurzfristig auf der Alb zurückgemeldet. Schneeflocken und Temperaturen nachts unter Null und tagsüber maximal 7 Grad bestimmen den Übergang in den Mai.
9.2.2016 Ein Sturm fegt über die Safranerien. Vereinzelt haben wir Schnee, aber keine Schneedecke.
Nächtliche Temperaturen leicht im Minusbereich. Keine Gefahr für unseren Safran.
Allerdings haben die Nager wieder unsere Knollen entdeckt. Auf einer Safranerie sind bereits ca 30 % den Mäusen zum Opfer gefallen.
15.1.2016 Auf der schwäbischen Alb liegt eine geschlossene Schneedecke.
Die Kältegrade erreichen nachts teilweise Temperaturen bis Minus 15 Grad.
Die erste große Herausforderung für unseren Alb-Safran.
Auch das Safrangras auf unseren Safranerien ist vollständig bedeckt.
Einer der Vorteile in unserer Region: Der Schnee schützt die Pflanzen vor dem Ausfrieren.
Der Safran, der eher exotische Regionen gewohnt ist, ist widerstandsfähiger als man vermutet.
Dennoch können Minusgrade über einen längeren Zeitraum den Pflanzen und Knollen schaden.
3.12.15 Nun ruhen die Safranerien bis zum nächsten Jahr. Wer den einzigartigen Geschmack von Safran kennenlernen möchte kann demnächst hier in begrenztem Umfang ein "Probiererle" wie man im Schwäbischen sagt bestellen.
30.11.15 Die steigenden Temperaturen und der stürmische Wind haben die Safranerien komplett von Schnee befreit. Und es ist fast unglaublich, aber unter der Schneedecke ging das Wachstum weiter und es blühen jetzt wieder vereinzelt weitere Krokusse. Ca. 80 % der gepflanzten Knollen haben Blüten zur Ernte gebildet.
27.11.15 Unter dem Schnee haben sich in einer Luftkammer doch tatsächlich 2 Krokusse entwickelt.
Nun haben wir ihn, den ersten Schnee. Alle Safranerien sind mit einem Zuckerguss bedeckt (Siehe Bilder). Gleichzeitig bewegen sich die Temperaturen bis minus 5 Grad. Das wars dann wohl von der Ernte 2015.
Jetzt kommt ein weiterer Meilenstein unseres Projektes. Wie überstehen die Krokusse den Winter auf der schwäbischen Alb.
Am 19.11.15 erscheinen nun auch die schneeweißen Blüten des weißen Safrans. Leider haben wir Dauerregen der am 22.11.15 sogar in leichten Schnee übergehen soll. Schöne Blütenbilder daher vorerst Fehlanzeige.
Der milde November bringt täglich neue Blüten. Am 15.11. haben ca. 30 % der gepflanzten Knollen eine Blüte gebracht. Gut 10 % der Knollen haben sich die Mäuse ausgegraben. Eines der größten Probleme beim Safrananbau.
Auf allen Safranerien kommen neue Blüten die täglich geerntet werden können.
Die zuletzt gesetzten Knollen des Crocus Cartwrightianus Albus (weißer Safran) bringen nur vereinzelt Blüten.
2. November 2015. Endlich !! Die ersten Blüten sind da. Sind sie nicht wunderschön (siehe Bildergalerie).
Der ungewöhnlich warme November ist natürlich ideal für das Wachstum des Safrans.
Anfang August 2015 haben wir die ersten Knollen gepflanzt.
An 3 verschiedenen Standorten um die unterschiedlichen Bedingungen zu testen.
Zur Überraschung: An allen Standorten haben sich Ende September fast gleichzeitig die Triebe und das Safrangras entwickelt. Jetzt heißt es ungeduldig warten auf die heiß ersehnten Blüten.
Ende Oktober hatten wir die Gelegenheit bei Christina und Frederic Waldmeyer ein eintägiges Praktikum zu machen. Ihre Erfahrungen mit dem Safran-Anbau in Franken waren sehr aufschlußreich.
